Das war’s.

Hallo Paul,

heute schreibe ich dir endlich mal wieder. Aber diesmal lass ich es raus, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Wenn du dich dann hinterher wie ein Esel fühlst, nicht mein Problem.

Dass du mich in unserer kleinen Hütte betrogen hast, fand ich so demütigend. Mir hast du immer gesagt, du willst mit dem Mädel Mathe pauken fürs Abi, hast von alpha, omega, tau, rho und pi erzählt.

Derweil musste ich mich um den Umsatz in unserem Laden kümmern: „Ja, das ist ein Mountain Bike“. „Sorry, Fahrradlenker dieser Marke führen wir nicht.“ „Sie suchen ein Rad für ein 3-jähriges Kind?“

Während du dachtest, dass ich nach Feierabend eine Shoppingtour für das tollste Makeup, den elegantesten Pulli, den schönsten Eyeliner mache, derweil du gemeinsam mit „ihr“ romantischen Klängen einer Zikade lauschtest oder Hand in Hand mit ihr den Sonnenuntergang beobachtet hast…. war ich fleißig.

Mike hat mich gut beraten. Ich habe den Laden profitabel verkauft. Wenn du morgen kommst, um erneut die Hand in die Kasse zu tauchen, um eure nächsten Eskapaden zu finanzieren – wirst du sehen, dass ich nicht mehr da bin. Dass dein Schlüssel nicht mehr passt. Dass ein neuer Name über der Eingangstür steht.

Tschüssi, Paul, mach’s gut. Du wirst schon einen Job finden. Mike hat mir gerade einen neuen Drink geholt, ich lasse die Seele baumeln… mit 3 Millionen auf dem Konto und einem neuen Namen ist das kein Problem. Genieße die Sonnenfinsternis. Für dich wird keine Sonne mehr aufgehen, dafür habe ich gesorgt.

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3 Gedanken zu “Das war’s.

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